Sicherheit durch Defibrillatoren in sieben Volksbank-Foyers

Sieben Jahre war der DRK-Defibrillator im Blumenladen von Stephan Nies in Kreuzberg untergebracht. Nun wurde er in die Kreuzberger SB-Filiale der Volksbank Wipperfürth-Lindlar  übergesiedelt. Dort ist das AED-Gerät rund um die Uhr einsatzbereit. Gerne hat die Volksbank die Anregung des Kreuzberger Demografie-Arbeitskreises umgesetzt.

Somit stehen jetzt in sieben Filialen der Volksbank Defibrillatoren gegen den plötzlichen Herztod bereit. Nach einer ersten Ausstattung der Geschäftsstellen Wipperfürth, Lindlar, Frielingsdorf und Schmitzhöhe folgte in diesem Jahr die Anschaffung eines neuen Gerätes für Hartegasse. Gleichzeitig erfolgte die Übernahme eines weiteren DRK-Gerätes in Kreuzberg und wie schon zuvor in Linde.

Der Bereich des Oberbergischen- Kreises und seiner Nachbarn ist in der glücklichen Situation, über einen qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Rettungsdienst zu verfügen. Bedingt durch ein hohes Aufkommen an Notfallsituationen kann es jedoch hin und wieder vorkommen, dass der Rettungswagen eben nicht in der geforderten Hilfsfrist den Patienten erreicht.

In diesem Fall kommt den Personen, die vor Ort Erste Hilfe leisten müssen, eine besondere Bedeutung zu. Überbrücken sie doch gerade diese für den Patienten lebenswichtige Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit ihren Hilfeleistungen. Herz-Kreislauf-Notfälle sind in großen Umfang für Rettungseinsätze verantwortlich. In der Akutphase eines Herzinfarktes kommt es häufig zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen. Nicht selten lösen schon kleinere Infarkte ein Kammerflimmern aus, das unbehandelt unweigerlich zum Tod des Patienten führt.

 Allein in Deutschland trifft der sogenannte plötzliche Herztod jährlich etwa 140.000 Personen – in den meisten Fällen völlig unerwartet und ohne Warnzeichen. Kammerflimmern ist eine lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung. Das Herz führt keine ordnungsgemäßen Schläge mehr durch, die Pumpleistung sinkt auf Null. Der Betroffene erleidet einen spontanen Herzstillstand, er verliert das Bewusstsein, hört auf zu atmen und stirbt – sofern ihm nicht umgehend geholfen wird.

Die einzig rettende Maßnahme ist die sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung, bestehend aus 30 Herzdruckmassagen plus zwei Beatmungen und die schnellstmögliche Defibrillation. Mit einem Laien-Defibrillator (Defi oder AED = automatisierter externer Defibrillator) kann durch jeden Anwender Leben gerettet werden.

Im Oberbergischen sind an vielen öffentlichen Standorten Defibrillatoren zu finden. Eine Übersicht der Standorte in allen 13 Städten und Gemeinden ist auf der Homepage des Oberbergischen Kreises unter www.obk.dedefibrillatoren zu finden.

v.l.n.r.: Ute Berg (Demographie-Arbeitskreis Kreuzberg), Hans-Otto Frielingsdorf (DRK), Dirk Reutemann (Vertriebsleiter Privatkunden) und Stephan Nies.